Heute früh war ich ganz chillig und entspannt unterwegs. Wir hatten zwar eine längere Pilgerung geplant (mit der Option, dass ich mich von der Pension 7km vorher abholen lasse), aber die Bar machte erst um 8 Uhr auf und wur wollten uns dort was zu essen mitnehmen, unterwegs gab's sonst nix.
Am Vortag fragte ich den einen Angestellten in der Bar, wann die denn am nächsten Tag azfmachen: 7.00 - 7.30 Uhr meinte er. Später fragte ich den anderen Angestellten und er meinte 7.30 - 8.00 Uhr. 🤭
Wir beschlossen also um 8 Uhr hinzugehen. Es war jemand in der Bar, die Reinigungskraft, aber sonst niemand. Sie war sich auch nicht sicher, wann jemand kommt.
Da es kalt war, wir keine Lust hatten zu warten und in der Herberge 'gut' gefrühstückt haben, gingen wir los. Ein paar Kleinigkeiten zu essen hatten wir noch, dass sollte reichen.
Der Weg war schön und es lief sich gut. Zuerst ging's auf einen Pico de la Dueña auf 1.143m Höhe. Es lief sich gut hoch, da es nicht so steil hochging. Ich fühlte mich fit.💪
Oben angekommen, gab's erstmal eine Pause. Neben dem ständig plappernden Franzosen. Der war die Nacht davor in unserer Herberge. Er hat die ganze Zeit geplappert, tlw. kommentierte er etwas, tlw. führte er Selbstgespräche. Es war etwas herausfordernd, weil man nicht wußte, ob er gerade mit einem spricht, oder sich selbst...
Dann ging's wieder runter vom Pico und ab auf die Straße. Und da blieben wir ca. 10km lang. Uff... Das war schon mühsam... Ich beschloss mich doch nicht abholen zu lassen, ich wollte laufen. Es war mal wieder etwas quälend zum Schluss der 28km, aber ok.
Wir hatten für die Nacht ein Zimmer reserviert gehabt und als wir ankamen gab's gerade noch Menü. Werner war schon da und wir gesellten uns zu ihm. Er hat uns viel über sein Berufsleben erzählt, das war sehr spannend.
Abends haben wir uns nochmal getroffen. Werner erzählte, dass es in der Herberge sehr kalt ist und sie lediglich 3 Pilger sind. Einen hatte er bei sich, oder besser gesagt: einen Radfahrer aus Irland, der in Spanien lebt.
Wir haben uns sehr gut mit ihm unterhalten, netter Typ. Er meinte, dass er uns bereits gesehen hat. Und zwar auf den Fotos vom Vorabend von Carmen. Das war die einzige andere Radfahrerin, die er getroffen hat. Voll lustig.
An dem Abend erzählte uns Werner von seiner Begegnung mit Gott auf O Cebreiro, die ich nicht weiter hier erläutern möchte. Auf jeden Fall will er die Via de la Plata über Astorga und dann über den Camino Francés laufen, weil er in O Cebreiro noch was zu erledigen hat.😉












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